Die Projektidee umfasst den Bau einer mechanischen Kurbelsirene als Demonstrationsobjekt für physikalische Prinzipien. Durch manuelle Kurbelkraft von 100–150 N wird ein Getriebe angetrieben, das einen Rotor in Rotation versetzt. Ziel ist ein stabiler Ton zwischen 400–800 Hz bei einer Lautstärke von ca. 110 dB. Die Konstruktion aus Aluminium und Stahl macht die Schallerzeugung durch das Zusammenspiel von Rotor und Luftstrom direkt sichtbar. Der Prozess umfasst präzise Berechnungen, das Fräsen des Gehäuses sowie das Drehen von Wellen und ebenso das Fräsen von Lagersitzen. Ein integrierter Freilauf sorgt für Sicherheit im Betrieb. So entsteht ein 80 cm hohes Lehrmodell, das Mechanik und Akustik haptisch verbindet.
Einleitung und Zielsetzung
Das Maturaprojekt „Kurbel-Sirene“ hat zum Ziel, ein voll funktionsfähiges, mechanisches Demonstrationsobjekt zur Schallerzeugung zu entwickeln. Es soll im schulischen Umfeld dazu dienen, physikalische Prinzipien der Akustik und Mechanik anschaulich und begreifbar darzustellen. Im Fokus steht dabei die Visualisierung des Zusammenspiels von Luftstrom, Rotorbewegung und Gehäuseschlitzen.
Funktion und Akustik
Die Sirene wird rein manuell betrieben, was sie unabhängig von externen Energiequellen macht. Durch das Drehen einer Handkurbel im Uhrzeigersinn wird ein Getriebe in Gang gesetzt, das die Eingangsgeschwindigkeit auf den Rotor überträgt. Bei einer konstanten Kurbelgeschwindigkeit von ca. 60 U/min erzeugt das System einen stabilen Ton im Frequenzbereich von 400 bis 800 Hz. Die Konstruktion ist darauf ausgelegt, eine beachtliche Lautstärke von etwa 110 dB zu erreichen, was dem Standard typischer Handsirenen entspricht.
Konstruktive Details und Sicherheit
Die gesamte Anlage ist für den mobilen Einsatz konzipiert und ruht auf einer abnehmbaren Stütze mit einer Höhe von ca. 80 cm. Bei der Materialwahl wurde auf Robustheit und Verfügbarkeit geachtet, weshalb primär Aluminium und Stahl zum Einsatz kommen. Zu den technischen Eckdaten gehören:
Rotor: Durchmesser von 200 bis 250 mm.
Gehäuse: Abmessungen zwischen 50 und 70 cm.
Getriebe: Zahnräder mit Durchmessern von 30 bis 120 mm.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Sicherheit: Die Handkurbel ist mit einem Freilauf ausgestattet, um Verletzungen beim abrupten Stoppen zu vermeiden, und das Design verzichtet konsequent auf scharfe Kanten.
Projektablauf und Fertigung
Die Realisierung folgt einem strukturierten Plan, der von der ersten Ideensammlung bis zum fertigen Zusammenbau reicht. Der technische Prozess umfasst:
Entwicklung: Präzise Berechnungen und Dimensionierungen der Bauteile.
Konstruktion: Erstellung von detaillierten Einteil-, Baugruppen- und Fertigungszeichnungen.
Fertigung: In der Werkstatt werden unter anderem das Gehäuse gegossen, Wellen gedreht und Lagersitze gefräst.
Montage: Zusammenführung von Getriebe, Lagern und Kurbelmechanismus zu einem stabilen Gesamtsystem.
Das fertige Modell ist so gestaltet, dass die Funktionsweise der Mechanik für den Betrachter offenliegt und Technik somit im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar wird.
Sponsoren und Partner
Die Umsetzung dieses Projekts wird durch die großzügige Unterstützung erfahrener Partner ermöglicht:
La Sonora: Fachliche Expertise im Bereich der akustischen Signaltechnik und Unterstützung bei der Optimierung der Schallerzeugung.
Weico: Partner für die technische Realisierung und die Fertigung der komplexen mechanischen Komponenten. Wie die gesamten Rohmaterialien für die Fertigung wurden uns freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Larcher Werkzeug: Bereitstellung der benötigten Schrauben und Lager für den Zusammenbau der Sirene kostenfrei zur Verfügung gestellt hat.